Biographie

Er ist einer der Boxer, über dessen Persönlichkeit die Öffentlichkeit nicht viel weiss. Doch es lohnt sich, diesen jungen Mann näher kennenzulernen. Wir sprechen heute vom Supermittelgewichtler Vincent Feigenbutz, geb. am 11.09.1995 in Karlsruhe

Der 179 cm große und 76 Kg schwere Vincent Feigenbutz debütierte am 03.12.2011 im Alter von nur 16 Jahren im Profibusiness. Er begann seine boxerische Profi-Karriere, ohne jemals einen Amateurkampf bestritten zu haben.

Heute, im Alter von 21 Jahren, nur fünfeinhalb Jahre nach Beginn seiner Karriere, hat er bereits 28 Kämpfe bestritten. Er steht in der Weltrangliste auf Platz 24 von 1349 Boxern seiner Gewichtsklasse und hält die beachtliche K.o.-Quote von 82 % In Deutschland steht er auf Rang 4 von 64

Aus seinen 28 bestrittenen Kämpfen ging er 26 mal als Sieger aus dem Ring. Er siegte nicht nur, er wurde auch mit den begehrten Trophäen, den Siegesgürteln belohnt:
Bereits am 30.08.2014, erst 19 jährig, holte er sich mit einem TKO-Sieg gegen Slavisa Simeunovic den Interims-WBO-Intercontinental Titel, den er nur 4 Wochen später am 27.09.2014 erfolgreich gegen Guram Natsulishvili verteidigte.

Am 21.03.2015 stieg er gegen den bis dahin in 22 Kämpfen ungeschlagenen Balazs Kelemen in den Ring. Es ging um den WBO Inter-Continental-Titel im Supermittelgewicht. Auch diesen Kampf konnte er für sich entscheiden und den Titel mit nach Hause nehmen.
Nur wenige Monate später sollte erneut ein Titelkampf stattfinden. Diesesmal erkämpfte er sich den interim – WBA –World – Supermittelgewichtstitel gegen den schlagstarken Maricio Reynoso.

Die Titelverteidigung 3 Monate später brachte einiges an Unruhe mit. So erkämpfte er sich einen bis dato umstrittenen Sieg gegen Giovanni De Carolis. Im Eifer des Gefechts und noch unter Adrenalin stehend ließ er sich zu Äußerungen hinreissen, die ihm bis heute von den Fans und Boxexperten immer noch vorgehalten werden. „Man“ hat ihn und damit seine Persönlichkeit bis heute auf diesem einen Abend festgelegt.

Doch der Abend hatte auch sein Gutes, denn durch den Aufstieg Andre Wards und des Aufrückens von Fedor Chudinov zum Superchamp wurde Vincent regulär WBA – Weltmeister und damit auch jüngster deutscher Weltmeister aller Zeiten. Die Ehrung durch den BDB als Jüngsten deutschen Weltmeister aller Zeiten war für ihn ein ganz großer Moment.
Am 09.01.2016 fand der Rückkampf gegen Carolis statt und Vincent verlor den Kampf – die zweite Niederlage in seiner bisherigen Karriere – durch TKO. Damit verlor er dann auch seinen Weltmeistertitel. Inzwischen holte er sich im Kampf gegen Mike Keta den IBF Intercontinental-Supermittelgewichtstitel, den er am 13.Mai 2017 gegen Norbert Nemesapati erfolgreich verteidigte.

Zur Zeit ist Vincent bei Sauerland unter Vertrag. Sein aktueller Trainer ist der bekannte Amateur- und Profitrainer Valentin Silaghi.
Sein Mentor, Freund, Manager und Bruder im Geiste ist Rainer Gottwald, der ihn unterstützt, wo er nur kann. „Ich kenne Vincent wie mich selbst, er ist ein großartiger, sehr sozialer Mensch mit großen Fähigkeiten“ so Gottwald. „Seit seinem 16. Lebensjahr begleite ich ihn und ich bin überzeugt, dass er noch ganz Großes im Boxsport leisten wird.“

Vincent wurde in eine Sportlerfamilie hineingeboren. Vater Fußballspieler, Mutter ebenfalls sehr sportlich und nicht zuletzt der 5 Jahre ältere Bruder, der Dan-Träger des koreanischen Kampfsports Teakwon Do ist, ließen den jungen Vincent gern ebenfalls an sportlichen Aktivitäten teilnehmen. Sein Steckenpferd war Fußball. So wurde er bereits in frühester Jugend Fußballspieler. Um sich fit zu halten und durchtrainiert auf den Platz zu gehen, ging er regelmäßig in ein Fitnessstudio.
Eines Tages – vor 6 Jahren, er war gerade 15 Jahre alt – sah er im Fitnesstudio einem Boxtraining zu und fragte den Trainer Jürgen Lutz, ob er da auch mal mittrainieren dürfe. Mit diesem Tag war seine Liebe zum Boxsport geboren.

Trotz der Profikarriere und einem enormen Trainingspensum, das er täglich im Bulldog-Gym in Karlsruhe durchlebt, absolvierte Vincent eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Mechaniker bei den Stadtwerken, die ihn nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung übernahmen und bei denen er bis heute arbeitet. Die Stadtwerke unterstützen seine Profikarriere, wofür er unendlich dankbar ist.

Vincent ist einer, der nicht viel redet. Er erzählt nicht rum, dass er dafür Sorge trägt, dass jugendliche Kriegsflüchtlinge im Sport integriert werden und er sie zum Fußball bringt. Er erzählt auch nicht rum, dass er nach wie vor an Fußballturnieren für soziale Zwecke aktiv als Spieler das Feld betritt.

Erst wenn man sich sein privates Leben genau ansieht, sieht man seine Naturverbundenheit, seine Liebe zur Natur, zu den Wäldern um die er sich sorgt und die ihn bewogen haben, immer wieder neue Bäume zu pflanzen – zusammen mit vielen anderen Menschen, denen die Natur genauso wichtig ist wie ihm.

Vincent ist ein stiller, zurückgezogener Mensch. Seinen Seelenfrieden findet er beim Angeln. Da kann er stundenlang ruhig und geduldig warten, bis er was Großes an der Leine hat. Doch seine Tierliebe gibt dem geangelten Fisch die Chance, doch noch einmal davongekommen zu sein. Er will die Fische nicht töten, er setzt sie behutsam zurück ins Wasser, zurück in den Kreislauf des Lebens. Manchmal nimmt er behinderte Kinder mit zum Angeln, um ihnen Ruhe und die Liebe zur Natur nahezubringen.

Im Interview mit Vincent war ich überrascht. Ich hatte eigentlich einen eher grobschlächtigen jungen Mann erwartet und dann stellte sich im Gespräch heraus, dass Vincent in Wirklichkeit ein ganz stiller, zurückhaltender, höflicher und tiefsinniger Mensch ist, der sich nicht gern in den Vordergrund stellt. Auf die Frage, was sein schönstes Erlebnis in seinem Leben ist, antwortet er: „Jeder Tag sollte der schönste deines Lebens sein“

Autorin: #ChristineWong #ChristineWongBoxingNews


Sieg gegen 1,90m-Mann Balazs Kelemen durch technischen K.o. in Runde 9

Gegen den ungarischen 1,90m-Hünen Balazs Kelemen verteidigte Vincent Feigenbutz seinen WBO-Intercontinental-Titel im Supermittelgewicht erfolgreich. Im Rahmen der von SAT.1 übertragenen Boxnacht am 21. März 2015 in der Rostocker Stadthalle, in der auch Jürgen Brähmer seinen WBA-Titel gegen Robin Krasniqi verteidigte, siegte Vincent gegen den bislang ungeschlagenen 36-jährigen Ungarn durch technischen K.o. in der 9. Runde.

Der erfahrene Kelemen erwies sich als der erwartet unangenehme Gegner und nutze anfangs seine Größen- und Reichweitenvorteile erfolgreich aus um Vincent Feigenbutz das Leben im Ring schwer zu machen. Dieser tat sich schwer die richtige Distanz zu finden. So entwickelte sich ein enger Kampf, in dem Balazs Kelemen, der aktuelle Weltranglistensechste der WBO, mehr arbeitete, während Feigenbutz die besseren Treffer setzte.

In der 9. Runde setzte sich die Präzision und Schlaghärte von Vincent Feigenbutz letztlich durch. Nach einer Serie von harten Schlägen schwankte Kelemen durch den Ring, woraufhin der Ringrichter das Duell abbrach und Vincent zum Sieger durch technischen K.o. erklärte.

Für ihn war es der 18. vorzeitige von insgesamt 19 Siegen als Profiboxer. Damit untermauerte Vincent Feigenbutz seinen Anspruch, den amtierenden Weltmeister, Arthur Abraham, in näherer Zukunft zu fordern und ihn dann in die verdiente Rente zu schicken.


Vincent Feigenbutz am 21.03.2015 live in Rostock

Nach langen Verhandlungen ist es Sauerland Event & meinem Management gelungen einen Traumkampf zu realisieren. Endlich kann ich um den Full-WBO Intercontinental-Titel und die GBU Weltmeisterschaft im Supermittelgewicht boxen. Mein Gegner ist der in 22 Kämpfen ungeschlagene Balazs Kelemen aus Ungarn. Ich kämpfe als Nummer sechs der WBO-Weltrangliste und als amtierender WBO- und GBU Interconti-Champion gegen Kelemen, der Universal Boxing Organization (UBO) und WBO International Supermittelgewicht Champion, sowie amtierender ungarischer Meister ist.

Hier die offizielle Pressemitteilung von Sauerland Event vom 5.2.2015

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„Iron Junior“ trifft am 21. März 2015 in der Stadthalle Rostock auf ungeschlagenen Kelemen

Vincent Feigenbutz (18-1, 17 K.o.´s) erregt Aufsehen! Nacheinander fegt er seine Gegner spektakulär in Rekordzeit aus dem Ring. Kein Wunder, denn der 19-jährige „K.o.-Prinz“ möchte lieber heute als morgen um die Weltmeisterschaft im Super-Mittelgewicht boxen. Dabei ist es ihm völlig egal, wer ihm in der anderen Ecke gegenübersteht. Am 21. März heißt sein Gegner Balazs Kelemen (22-0, 13 K.o.´s). Gegen den Mann aus Ungarn will Feigenbutz in bekannter Manier die Intercontinental-Titel der WBO und GBU verteidigen – und das natürlich vorzeitig!

„Ich respektiere jeden Boxer, der mit mir in den Ring steigt. Sobald die Ringglocke ertönt, kenne ich allerdings kein Mitleid und schlage meine Gegner K.o.“, so der selbstbewusste Karlsruher – und legt noch einen drauf: „Vielleicht ist das einer der Gründe, wieso mir die namhafte deutsche Konkurrenz bislang aus dem Weg gegangen ist.“ Doch der Plan von Feigenbutz ist klar: „Ich halte mich an die Lebensweisheit von Mahatma Gandhi: Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du!“

Doch für den nächsten Sieg muss sich der Schützling von Hans-Peter Brenner gewaltig strecken. Gegner Balazs Kelemen ist mit 1,89 Meter ein wahrer Riese für die Gewichtsklasse bis 76,2 kg. Feigenbutz: „Kein Problem! Je größer der Gegner, desto spektakulärer das Kampfende!“ Das Training ist jedenfalls schon genauestens auf Kelemen ausgerichtet. „Von mir aus könnten wir schon morgen gegeneinander antreten“, meint Feigenbutz voller Eifer vor seinem bislang schwersten Kampf.

Bei einem Erfolg im März soll als Nächstes eine Interims-WM bei der WBO folgen. Feigenbutz: „Erst schlage ich Kelemen, danach hole ich mir den Interims-Titel. Dann kann mir niemand mehr aus dem Weg gehen!“

Neben dem Hauptkampf in der StadtHalle Rostock – der Halbschwergewichts-Weltmeisterschaft zwischen Jürgen Brähmer (45-2, 33 K.o.´s) und Robin Krasniqi (43-3, 16 K.o.´s) sowie dem Kampf von Vincent Feigenbutz wird es noch einen weiteren Knaller im Rostocker Programm geben: Das Cruisergewichts-Duell zwischen dem in der Schweiz lebenden Albaner Agron Dzila (21-1, 17 K.o.´s) und Bernard Adie (12-2, 8 K.o.´s) aus Kenia – genannt „The Viper of East Africa“! Dzila – ehemaliger Juniorenweltmeister der WBC, WBO, IBF und der GBU – will sich mit der Unterstützung seiner zahlreichen Fans aus Albanien und der Schweiz seinen ersten Titel bei den „Großen“ holen. Gegen die ostafrikanische Viper Adie geht es um den WM-Titel der GBU.

Eintrittskarten für die Box-Nacht am 21. März in Rostock sind im Internet bei www.tickethall.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

[Quelle: Sauerland Event, http://www.boxen.com/news-archiv/newsdetails/article/feigenbutz-boxt-in-rostock/23.html]